Gelesen: Verwesung

Verwesung

von Simon Beckett

Im vierten Fall von Dr. David Hunter lernen wir mehr über seine Vergangenheit und erfahren, an welchem Fall der forensische Anthropologe vor dem tödlichen Unfall seiner Frau und seiner Tochter gearbeitet hat. Acht Jahre vor der aktuellen Handlung war Hunter mit der Ausgrabung und Untersuchung einer Mädchenleiche beschäftigt, die im englischen Dartmoor vergraben war. Seinerzeit bot der Mörder der Polizei an, die Gräber seiner drei anderen Opfer ebenfalls zu zeigen. Als er vor Ort ist, versucht er zu fliehen, aber der Fluchtversuch kann – wenn auch im letzten Moment – von den Polizisten vereitelt werden.

In der Gegenwart bricht der verurteilte Mörder aus dem Gefängnis aus und macht sich scheinbar daran, alle an der damaligen Ermittlung beteiligten Personen zu verfolgen und umzubringen. Hunter reist auf den Anruf der damaligen psychologischen Beraterin der Polizei hin wieder ins Moor, findet sie bewusstlos in ihrem Badezimmer und gerät in “Verwesung” nicht nur einmal in Lebensgefahr.

“Es gibt Tage, da verliert man und es gibt Tage, da gewinnen die anderen…” scheint Hunters Lebensmotto auch in diesem Band zu sein und er scheint es zu genießen.

Fazit: Während die ersten drei Krimis mit Dr. David Hunter von einer dunklen, gruseligen und teilweise sehr bedrohlichen Stimmung geprägt waren, schafft Beckett es mit diesem Band nicht, die Spannung auch nur annähernd zu erreichen. Abgesehen vom pre-finalen Showdown, wo sich Hunter einer seiner größten Ängste stellen muss, ist der Krimi eher nur durchschnittlich spannend und nicht zu vergleichen mit dem 2009 erschienenen Roman “Leichenblässe”. Wer jetzt noch bedenkt, dass Beckett den Täter wieder nach seinem bekannten Schema aufbaut, wird die Bewertung nachvoll ziehen können…

Bewertung: ⊕ ⊕ ⊕ (von 5 möglichen)

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6 Antworten auf “Gelesen: Verwesung

  1. menno… hatte mich eigentlich auf nen neuen Dr. Hunter Fall gefreut. Wenn man nicht aufs Taschenbuch warten will, kann man sich das Büchlein vielleicht von den Grimms ausleihen? 😉

  2. Natürlich kann man das Büchlein auch gerne ausleihen. Ich befürchte nur, dass Nane es trotz meiner Bewertung vorher noch lesen will…

  3. Kein Problem, eilt ja net…. ich les eh gerade auch noch eines… was sich ein bisschen zieht wie kaugummi… aber wenn man die hälfte hat, will mans auch durchziehn 😉

  4. So schlecht ist der Beckett dann doch nicht bzw. er zieht sich nicht. Die über 400 Seiten hatte ich in zwei Tagen bzw. rund 5 Stunden gelesen…

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