Auf der dunklen Seite

… des Hollersees kann’s auch ganz schön hell sein.

Die Runde auf der Unterneudorfer Seite am See entlang ist nicht ganz so malerisch wie direkt am See, aber dafür ist man vor dem Biber und Entensch*e auf dem Weg sicher. Und dann ist es – gerade am Sonntag Vormittag nicht so voll.

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18 V2.0

Dieses Mal habe ich ihn gefunden – den passenden Spruch zum 18. Geburtstag. Liebe Luca, sei gespannt:

Lang ersehnt ist er gekommen,
hat Deine Kindheit Dir genommen.
Und doch wirst Du nicht böse sein,
stürzt voll Freude ins neue Lebensjahr hinein.
Lass Dich feiern, lass es krachen,
mit 18 kann man so viel machen! 
Quelle

Nachdem der Beitrag jetzt so richtig schön kitschig begonnen hat, denken wir glücklich und mit lachenden und weinenden Augen an die letzten 72 Jahreszeiten zurück. An Tage voller Wut und Tränen, an Tage voller Freude, Spaß und (manchmal eben auch Freuden-)Tränen, an Tage des Windeln wechselns, an Tage Spielens und Lego bauens, an Tage auf Burgen, an Tage im Kindergarten und an der Schule, an Tage des Zimmer (neu) streichens, an Tage der (Jugend-)Feuerwehr, an Tage des begleitenden Fahrens und an noch viele andere Tage.

Bis heute Abend einfach: Alles Gute…!

Neckar-Odenwald gegen rechts

Offiziellen Aussagen zufolgen gingen heute in Mosbach mehr als 2000 Menschen (andere sprechen mittlerweile von 3000 oder 4000) gegen rechte Machenschaften, geheime Deportationspläne und die Politik (wenn man das so nennen kann) der AfD im Allgemeinen auf die Straße. Inoffiziellen Aussagen eines Mitarbeiters des Landratsamtes zufolge, hat “Mosbach schon lange nicht mehr so viele Menschen auf einem Fleck gesehen”.

Und es war gut und wichtig, ein Zeichen zu setzen und zu zeigen, dass die vielen Teilnehmer:innen nicht einverstanden sind mit rechtem Gedankengut und der Ausgrenzung Einzelner oder ganzer Gruppen. Bei der anschließenden Kundgebung auf dem Mosbacher Marktplatz stellten die Redner unisono klar, dass der Kampf gegen rechts “kein Sprint sondern ein Marathon ist” und jeder aktiv daran mitarbeiten müsse, damit es uns nicht so ergeht wie seinerzeit Martin Niemöller:

Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Gewerkschaftler holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschaftler.
Als sie die Juden holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Jude.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.
– Martin Niemöller

Mehr zu Niemöller und seinem Zitat

Analoges Erbe

Die Polaroid 630 Lightmixer hat Luca von ihrem Opa “geerbt” (keine Sorge, ihm geht es gut) und heute kam der Film bzw. die Filmkassette dazu an.

Die 630 ist eine Einsteiger-Kamera mit Blitz aus den 1980ern, die eine zusätzliche Einstellmöglichkeit für die Helligkeit hat. Und wenn man den Regler in die falsche Richtung schiebt und der Blitz nicht auslöst, bekommt man “etwas” zu dunkle Bilder (links im Bild).

Als wir dann irgendwann verstanden haben, wie man den Blitz verwendet und dass man nicht zu nahe an das Motiv rangehen sollte, wurde Bild Nummer 4 ganz annehmbar – wenn auch mit über 2 Euro pro Bild nicht ganz günstig. Aber den Spaß war’s wert.

Alter Schwed

Am Sonntag nach dem Hemdenglunker ist es dem Ritter auf dem Gengenbacher “Röhrbrunnen” wohl ganz recht wenn es mittags in der Stadt etwas ruhiger zugeht.

Der liebevoll von den Gengenbachern “Schwed” genannte Ritter steht dort schon seit mehr als 500 Jahren und stützt sich auf sein Schild mit dem Stadtwappen. Mit der rechten Hand verweist er auf die Reichsstadtprivilegien der freien Reichstadt Gengenbach.

Wenn sich Schäfer in die Wolle kriegen

In der Nähe von Rumpfen stehen dicht beieinander drei Kreuze. Ein viertes, ähnlich behauenes, steht am Hollerbacher Feldweg.

Die Sage berichtet, dass hier vier Schäfer miteinander in Streit gerieten und sich gegenseitig tot schlugen. Einer davon hätte sich gerade noch bis an den Wald nach Hollerbach schleppen können, wo auch ihn der Sensenmann holte. Vor Jahren noch will eine alte Frau in der Walpurgisnacht in der Nähe der Steinkreuze blutübertströmte Männer in heftigem Händel und mit hocherhobenenen Hirtenstöcken gesehen haben.

(Quelle: H. Schweizer, in “Baden – Monographie einer Landschaft”, 5. Jahrgang 1953, Ausgabe 6, S. 36)

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