Warum Grafiker keine Bilder per WhatsApp möchten…

Grundsätzlich kann ja jeder von WhatsApp halten, was er oder sie möchte. Man denke nur an die Themen Datenschutz und Nutzungsrechte der übertragenen Bilder.

Die meisten Bilder, die per WhatsApp verschickt werden, erreichen eh nicht die sog. Schöpfungshöhe, so dass es kaum Sinn machen würde, über Nutzungsrechte mit WhatsApp zu streiten. Wenn ich an das eine oder andere Bildchen denke, das von manchen Familienmitgliedern in manchen Familiengruppen geteilt bzw. aus einer anderen Gruppe weitergeleitet wird, müssen wir das auch gar nicht diskutieren. 😉

Aber: wenn es darum geht, einem Grafiker oder Designer Bilder weiter zu leitet, fragt bitte gar nicht erst, ob es okay ist, die Bilder per WhatsApp zu schicken.

Es. ist. nicht. okay!

Warum? Ganz einfach: WhatsApp verkleinert alle (!) Bilder, bei denen eine Kantenlänge größer als 1600 Pixel ist auf 1600 Pixel – um Serverspeicher, Datenvolumen und andere Ressourcen zu sparen. Grundsätzlich ist das auch eine gute Sache, aber nicht wenn es um hochauflösende Bilder für einen Flyer oder eine andere Drucksache geht.

Wenn das Originalbild (wie im Beispiel oben rechts) eine Kantenlänge von 3000 Pixeln hat und es per WhatsApp verschickt wird, bleibt bei gleicher Darstellungsgröße (kleineres Bild links) gerade mal rund ein Viertel der Pixel übrig. Außerdem hat das WhatsApp-Bild plötzlich WhatsApp als Quelle in den Metadaten:

Übrigens: Bilder aktueller Handykameras haben gerne schon mal über 4000 Pixel an der längeren Kante. WhatsApp schrumpft die Bilder auf rund ein Neuntel der Originalgröße.

Bitte schickt Bilder, die weiterverwendet werden sollen, immer per Mail oder auf einem anderen Weg bei dem die Bilder nicht verändert werden und sich niemand die Nutzungsrechte daran sichert…!

Die Bessel-Kapelle in 360°

Nicht allzu oft bekommt man die Möglichkeit einen Blick in verschiedene Kapellen zu werfen.

Heute war eine dieser Gelegenheiten: die Bessel-Kapelle in der Walldürner Straße (hinter der Stadthalle bzw. direkt am Post-Kreisel) war heute geöffnet. Die Kapelle stiftete der ehemalige Abt von Göttweig, Gottfried Bessel, 1712 der Kirchengemeinde Buchen. 1907 wurde sie als neubarocke Kapelle neu erbaut.

Wer sich in der kleinen Kapelle mal umschauen will, kann sich hier in 360° umschauen.

Livestreams und so…

Seit Corona finden keine öffentlichen Gottesdienste mehr statt. Grundsätzlich hat mir dadurch nicht viel gefehlt.

Aber nachdem Nane die Idee hatte, doch auch in Buchen Livestreams zu zeigen, war ich öfter und länger in St. Oswald als das letzte Jahr zusammen – zum Streamen.

Software, Bild und Ton haben wir nach den ersten vier Streams so langsam im Griff. Wenn da vorhin nicht der eine durch’s Bild gelaufen wäre…

Wir laden Euch alle ein, auch mal reinzuschauen – auch wenn man mit Kirche nicht so viel am Hut hat. Morgen geht es um 19.30 Uhr mit einer Meditation weiter. Weitere Infos findet Ihr unter www.buchen-gemeinsam.de

Yes, we can: Siebdruck

Es ist jetzt fast zwei Jahre her, dass ich ein günstiges Siebdruck-Starterset mit den notwendigen Dingen zum Selbst-Siebdrucken gekauft habe. Seitdem nervt mich Tochter2 damit, dass sie mal was drucken möchte.

Und jetzt – heute – war es dann soweit. Endlich haben wir das mit dem Siebdruck ausprobiert. Und wir können sagen: es klappt und macht unglaublich viel Spaß.

Nachdem wir das Motiv entworfen und auf Folie ausgedruckt hatten, ging’s an die Beschichtung des Siebs. Das Trocken der Beschichtung hat leider auf grund von viel zu viel Beschichtungszeug ewig gedauert. Aber wir hatten ja noch die Halterung für die Zwingen zu montieren. Und nach dem die Beschichtung endlich trocken war ging’s ganz schnell: belichten, Beschichtung auswaschen und drucken.

Wir finden, dass uns unser erster Druck ganz gut gelungen ist:

Mal sehen, was die Beschenkte am Montag dazu sagt. Und abwarten wie lange das Mathe-Lehrer-Baby braucht, um zu verstehen, was es da mal auf der Brust stehen hatte. Aber sogar der jenige in der Familie mit recht wenig Punkten im Mathe-Abi hat’s verstanden.

Klebeband: links oder rechts oder immer beide?

Die älteren unter uns werden sich noch daran erinnern: wollte man eine gekaufte und bespielte Kassette mit neuen Liedern überspielen, war etwas Klebeband notwendig. Ein Blei- oder Buntstift machte das manuelle Spulen leichter.

Wer weiß es noch? Welches „Loch“ bzw. welcher Überspiel-Schutz musste abgeklebt werden, damit die betrachtete Seite überspielt werden konnte?

Richtig: immer das linke. Oder am besten gleich beide.

Jetzt fragen sich die Jüngeren „was ist eine Kassette?“ und die Älteren „warum um alles in der Welt will er denn eine Kassette überspielen?“ und „was bitte ist die ‚Fantastic Dance Party‘?“

Die ‚Fantastic Dance Party‘ ist zum Glück nicht wichtig, sondern das Ergebnis eines ebay-Kaufs bei dem es um günstige, gebrauchte Kassetten ging. Das andere hängt mit einer etwas unüberlegten (aber richtig guten) Idee für eine Geburtstagseinladung zum 40. eines Freundes zusammen. Wer die Idee hatte ist an der Stelle zum Glück auch nicht wichtig.

Aber wir haben es hinbekommen und irgendwann in den nächsten Tagen/Wochen werden wohl einige mit Kassetten beglückt werden. Wohl dem, der noch Kassetten abspielen kann. Wer’s nicht kann, wird wohl nie erfahren, wann und wo er sich zur Feier einfinden soll.

P.S. nur für die, die es nicht wissen: wer eine Leer-Kassette vor unbeabsichtigtem Überspielen schützen wollte, konnte links und rechts oben ein Stück Plastik ausbrechen. Damit war der Überspielschutz hergestellt. Wenn man das Loch wieder mit Tesa-Film überklebte, konnte man die Kassette wieder mit neuer Musik füttern. So einfach wie ihr heute mit den MP3s hatten wir es damals nicht.

Schon wieder: Warten auf den Zug

Dieses Mal kommt auch tatsächlich ein Zug an. In Seckach. Am Bahnhof.

Und es steigen Menschen aus. Ein Mensch soll ich dort abholen: Jana.

Schön, wenn man dabei ein paar Minuten Zeit hat und das helle Frühlingslicht nutzen kann.

Sinngemäß

Irgendwie ist mir heute etwas nachdenklich zumute.

Vielleicht, weil in den letzten Tagen eine Ära zu Ende ging. Eine Ära, die beinahe volljährig geworden wäre und die vor Jahren auch mit Design und einem guten Gefühl zu tun hatte. In den letzten Jahren war das gute Gefühl allerdings immer schwächer und immer seltener geworden.

Schlussendlich hat es sich angefühlt wie Comic Sans. Nicht gut, nicht mehr passend und vorallem nicht mehr zukunftsfähig. Heute fühlt es sich ein wenig an wie Freiheit und wieder wie Design.