Es müssen ja nicht immer die Söhne sein…

Das Lied von Reinhard Mey hat mir ja eigentlich schon immer gefallen. Dass er (und seine „Freunde“) das Lied jetzt etwas rockiger aufgenommen haben, macht es noch besser.

Aber es hat ja nicht bei jedem für Söhne „gereicht“. Deshalb: das gilt auch für (unsere) Töchter! Gerade in einer Zeit in der manche Menschen merkwürdige Gedanken hegen.

Bleibt gesund und denkt an Reinhard Mey!

Wenn die Siedler Pyramiden bauen

Eigentlich wollten wir ja gestern schon, hat aber nicht hingehauen. Dafür haben wir heute wie wild Pyramiden gebaut.

Wenn wir ehrlich sind, ist die Variante nicht ganz so prickelnd. Am Anfang kommt man praktisch nicht an Erz und sobald man an Erz kommt, überschlagen sich die Ereignisse und man ist ratzfatz durch. Aber der Pyramidenbau-Gedanke ist nicht ganz schlecht.

Mal sehen, wie sich morgen abend die Rückseite des Spielplan mit einem Szenario mit Alexander dem Großen schlägt…

Heute: siedeln bei den Inka

Wie gestern versprochen sind wir heute nach Südamerika gereist und haben drei Inka-Stämme beim Aufbau und beim Niedergang beobachtet.

Die Siedler-Variante mit zusätzlichen Karten und etwas anderen Regeln ist gar nicht mal schlecht. Man muss nur darauf achten, dass man nicht zuviele Karten auf der Hand hat. In dieser Variante kann das ganz schön schnell gehen.

Morgen fliegen wir zurück und besuchen die Kleopatra…

Mal wieder Catan besiedeln!

Die Siedler von Catan - in Deutschland

Diese Woche bereits zum zweiten Mal: siedeln in Catan auf dem Deutschland-Spielplan.

Catan zu besiedeln macht Spaß schon seit über 25 Jahren in den verschiedensten Varianten. Und irgendwie sammeln sich diese Varianten der „Siedler von Catan“ bei uns im Schrank. Und im normalen Leben bleibt einfach viel zu wenig Zeit zum Spielen.

Daher kann ich der Corona-Krise sogar etwas Positives abgewinnen: ich habe ein wenig mehr Zeit. Etwas mehr Zeit für Familie, zum Spielen, für Catan.

Morgen besuchen wir übrigens die Inka in Catan… 😉

Yes, we can: Siebdruck

Es ist jetzt fast zwei Jahre her, dass ich ein günstiges Siebdruck-Starterset mit den notwendigen Dingen zum Selbst-Siebdrucken gekauft habe. Seitdem nervt mich Tochter2 damit, dass sie mal was drucken möchte.

Und jetzt – heute – war es dann soweit. Endlich haben wir das mit dem Siebdruck ausprobiert. Und wir können sagen: es klappt und macht unglaublich viel Spaß.

Nachdem wir das Motiv entworfen und auf Folie ausgedruckt hatten, ging’s an die Beschichtung des Siebs. Das Trocken der Beschichtung hat leider auf grund von viel zu viel Beschichtungszeug ewig gedauert. Aber wir hatten ja noch die Halterung für die Zwingen zu montieren. Und nach dem die Beschichtung endlich trocken war ging’s ganz schnell: belichten, Beschichtung auswaschen und drucken.

Wir finden, dass uns unser erster Druck ganz gut gelungen ist:

Mal sehen, was die Beschenkte am Montag dazu sagt. Und abwarten wie lange das Mathe-Lehrer-Baby braucht, um zu verstehen, was es da mal auf der Brust stehen hatte. Aber sogar der jenige in der Familie mit recht wenig Punkten im Mathe-Abi hat’s verstanden.

Gruselig

Statt Blumen - Gedenkstein auf einem jüdischen Grabstein auf dem Jüdischen Friedhof in Bödigheim.

Mit einem verzweifelten Quietschen öffnet sich das altehrwürdige Tor zum Jüdischen Friedhof im Buchener Ortsteil Bödigheim.

„Gruselig“, meint meine Begleiterin. „Und, wo ist Deine Kopfbedeckung?“. Tatsächlich habe ich die Kopfbedeckung, die man als Mann tragen soll, vergessen und muss sagen, dass mir das ein wenig ein schlechtes Gewissen bereitet.

Es ist zwar noch hell als Luca und ich den Schlüssel im Schloss drehen und das Tor aufschieben. Dennoch liegt ein etwas unwirkliches Licht über dem Friedhof und die oftmals schiefen Grabsteine ragen gen Himmel und erinnern an die Verstorbenen, die hier begraben wurden. Die Stille des Friedhofs überdeckt alles. Und wirkt tatsächlich ein wenig gruselig im schwindenden Licht des Spätsommers.

Auf dem einen oder anderen Grabstein liegen statt Blumen Steine. Steine zur Erinnerung. Erinnerung an die Toten. In Bödigheim ruhen laut Wikipedia über 1500 Menschen. Die letzten Grabsteine datieren auf das Jahr 1939. Auch Jacob Mayer wurde hier begraben.

Ein Besuch wirkt wie ein Blick in eine längst vergessene Zeit und der Besuch lohnt sich. Seit neuestem steht dort auch der restaurierte Leichenwagen, den die jüdische Gemeinde um 1910 erworben hat und Schilder informieren über die Geschichte des Friedhofs am Rande von Bödigheim.

Wer den Friedhof auch mal in Augenschein nehmen möchte, erhält den Schlüssel bei der Ortschaftsverwaltung Bödigheim oder im städtischen Archiv. Danke, Tobias!

ByeByeTrakt2

Zwischen 1988 und 1997 gab es Zeiten, da hätte ich mich gefreut, wenn das BGB bis auf die Grundmauern niedergebrannt wäre.

Heute schwang beim Besuch ein klein wenig Wehmut mit. Trakt 2, der älteste Bauteil des Burghardt-Gymnasiums in Buchen, wird in den nächsten Tagen abgerissen.

Und die SchülerInnen haben bei ihrer Abrissparty am Freitag bereits viel Vorarbeit geleistet. Auch heute konnte jeder, der wollte, eigenhändig Steine aus den Mauern meißeln und ein letztes Mal die ehemaligen Klassenzimmer besichtigen. Wir haben es uns einfacher gemacht und Janas Stein mitgenommen. Der lag schon auf dem Haufen und wartete auf uns.

Dr. Schneider, einer der ersten Schüler im damaligen Neubau, fand am Freitag und heute die passenden Worte für die Schüler: „Heute kann ich beurteilen was das Burghardt-Gymnasium Gutes für mich und alle anderen Schüler getan hat und tut. Ich habe eine Weile gebraucht, um das zu begreifen“ (sinngemäß wiedergegeben).

Auch nach 61 Jahren bleiben die Türen der Einbauschränke aus Holz nicht zu und offenbaren seltsame Schätze.