18

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Eigentlich wollte ich Dir so einen richtig gruseligen Text – wie man ihn von den Geburtstagsanzeigen zum 18. aus der Zeitung kennt – schreiben, aber irgendwie war mir alles nicht kitschig genug.

Mir wären Sätze eingefallen wie: „Wir wünschen Dir ein Leben voller Glück, Erfolg, Liebe und Gesundheit.“ oder „Ab heute bist Du volljährig! Dazu wünschen wir Dir Erfolg, Mut und Zufriedenheit.“ Aber da fehlte einfach das richtige Pathos, der Kitsch, die Spießigkeit.

Wir haben in den letzten 18 Jahren so viel erlebt, so oft gestritten, Chaos veranstaltet, aufgeräumt, uns angebrüllt, Windeln gewechselt, Siedler, Uno und Monopoly gespielt, Du hast mich auf dem Balkon ausgesperrt, Du hast Dein Abitur geschrieben, Du hast Fahrrad fahren gelernt, Du hast Deinen ersten Döner gegessen und warst danach von oben bis unten verschmiert, wir haben Wäsche gewaschen, Du hast die (Jugend)Feuerwehr kennen gelernt, wir haben Kuchen ohne Zucker gebacken, Zimmer gestrichen und immer wieder umgeräumt, wir haben Deinen ersten Freund kommen und gehen sehen, wir waren auf Konzerten und Festivals, wir haben Deine ersten BF17-Autofahrten überstanden – und noch so viel mehr was ich vergessen habe, zu erwähnen.

Wir schauen nachher mal in die Zeitung, vielleicht wird heute ja noch jemand 18. Dann ergänze ich den Text hier nochmal mit dem richtigen Spruch.

Bis dahin einfach: Alles Gute…!

Schon wieder: Warten auf den Zug

Dieses Mal kommt auch tatsächlich ein Zug an. In Seckach. Am Bahnhof.

Und es steigen Menschen aus. Ein Mensch soll ich dort abholen: Jana.

Schön, wenn man dabei ein paar Minuten Zeit hat und das helle Frühlingslicht nutzen kann.

ByeByeTrakt2

Zwischen 1988 und 1997 gab es Zeiten, da hätte ich mich gefreut, wenn das BGB bis auf die Grundmauern niedergebrannt wäre.

Heute schwang beim Besuch ein klein wenig Wehmut mit. Trakt 2, der älteste Bauteil des Burghardt-Gymnasiums in Buchen, wird in den nächsten Tagen abgerissen.

Und die SchülerInnen haben bei ihrer Abrissparty am Freitag bereits viel Vorarbeit geleistet. Auch heute konnte jeder, der wollte, eigenhändig Steine aus den Mauern meißeln und ein letztes Mal die ehemaligen Klassenzimmer besichtigen. Wir haben es uns einfacher gemacht und Janas Stein mitgenommen. Der lag schon auf dem Haufen und wartete auf uns.

Dr. Schneider, einer der ersten Schüler im damaligen Neubau, fand am Freitag und heute die passenden Worte für die Schüler: „Heute kann ich beurteilen was das Burghardt-Gymnasium Gutes für mich und alle anderen Schüler getan hat und tut. Ich habe eine Weile gebraucht, um das zu begreifen“ (sinngemäß wiedergegeben).

Auch nach 61 Jahren bleiben die Türen der Einbauschränke aus Holz nicht zu und offenbaren seltsame Schätze.

Das Prada der Dorfjugend

Ich bin mir sicher, dass Engelbert Strauss das Logo mit dem weißen Vogel auf rotem Grund auch auf Damenhandtaschen nähen könnte – und die Taschen gekauft werden würden…

Vermutlich nicht von den typischen Prada-KäuferInnen, aber von dem/der einen oder anderen auf jeden Fall. Als Geschenk für die Freundin zum Geburtstag oder zu Weihnachten. Oder so.

Ich frage mich nur immer noch, wo die Jungs nur die farblich passenden Kugelschreiber her hatten? 😉

Das Bild stammt von Jana Pamela und entstand als „Werbeidee“ für die Jugendfeuerwehren beim letzten Hüttenwochenende der Jugendfeuerwehr Neckar-Odenwald-Kreis. Ich stehe in keinerlei Verbindung zu den oben genannten Marken und steht mir fern deren Markenrechte verletzen zu wollen, würde mich aber über eine kleine Umsatzbeteiligung freuen, falls die Taschen-Idee umgesetzt werden sollte.