Die Gamburg liegt in Gamburg, einem Ortsteil von Werbach, und bietet gerade im Herbst einen wunderschön bunten Blick auf Spessart und Tauber. Am heutigen letzten regulären Öffnungstag hat uns der Burgherr durch seine Burg geführt und schon zu Anfang gewarnt: „Meine Führungen sind berüchtigt, weil sie manchmal etwas länger dauern“.
Und er sollte Recht behalten. Erst nach gut zwei Stunden bot er noch die Möglichkeit, den Burgpark zu besichtigen. Die zehn Euro pro Nase hatten sich voll gelohnt, sich aber anschließend bei Kaffee und Kuchen in der „Diele“ der Burg wenigstens etwas aufzuwärmen war dann Gold wert. In der ungeheizten Burg mit wenig Bewegung war es an Allerheiligen doch recht frisch.
Dennoch hat sich die Führung gelohnt, so erfuhren die Besucher heute – auf etwas eigenwillige Weise – warum die Säulen auf der Gamburg und im Kloster Bronnbach hohl und die gleichen sind, warum Fingernägel ein Statussymbol waren, was die Rüdt von Collenberg und die Echter von Mespelbrunn mit der Gamburg verbindet, dass der Bergfried heute 1,5 Millionen Euro kosten würde, warum es ein Badezimmer im Rittersaal gibt, warum die Kapellen auf Burgen immer in Tornähe waren und was das mit dem Glauben zu tun hat und dass es auf der Gamburg eine dreidimensionale Zeichnung gibt – schon 100 Jahre bevor die Art so zu zeichnen erfunden wurde.
Wer mehr darüber erfahren will, muss die Herren von Mallinckrodt auf der Gamburg besuchen:














