Noch schnell den Ausflug für den Feiertag planen…

Reliefbild-Verkehrskarte Nordbaden/Madonnenländchen

Was macht man denn an den beiden bevorstehenden Feiertagen?

Mindestens einen kleinen Ausflug! Nur wohin? Meine Mutter hat(te) dazu Abhilfe im Regal, die Reliefbild-Verkehrskarte von Nordbaden bzw. des Madonnenländchens. Auf der Karte präsentieren sich verschiedene Städte und (ehemalige) Gemeinden. Interessanterweise fehlen u.a. Hollerbach und Unterneudorf auf der Karte, dafür ist die Weltstadt Langenelz (direkt über dem Erdmittelpunkt) in Unter-, Mittel- und Ober-L.A. aufgeteilt.

Leider lässt sich nicht genau sagen, von wann die Karte stammt. Auf der Kartenseite findet sich unten die Jahreszahl 1957. Alleine anhand dieser Zahl wäre die Karte 60 Jahre alt. Das kann aber nicht ganz zutreffen, da die eingezeichnete Tropfsteinhöhle bei Eberstadt erst 1971 entdeckt wurde. Da der Odenwald-Express (befahren bis 1973) aber noch genannt wird, kann die Karte auch nicht neueren Datums sein. Das benannte „Erholungsheim Diedrich“ in Hettigenbeuern wurde bereits 1968 zum Bundeswehrerholungsheim. Auch der Odenwaldring bei Oberneudorf ist eingezeichnet. Dort fanden nach 1954 keine Rennen mehr statt. Keine Ahnung, was jetzt richtig ist.

Wer sich die Karte genauer anschauen und das genaue Datum recherchieren will, kann sich die Karte als PDF (ACHTUNG: 25 MB) gerne hier herunterladen:

Karte Nordbaden/Madonnenländchen

P.S. trotz gründlicher Internet-Recherche konnte ich die benannten Urheber der Karte nicht ausfindig machen. Sollte ich mit dieser Veröffentlichung irgendjemandes Rechte verletzten, bitte ich um Mitteilung.

3 Antworten auf “Noch schnell den Ausflug für den Feiertag planen…

  1. Bei der in der Reliefkarte eingezeichneten Tropfsteinhöhle handelt es sich nicht um die 1971 entdeckte, sondern um den Hohlen Stein. Das ist bzw. war die altbekannte Höhle and der K3900, etwa 900 Meter südlich des heutigen Tropfsteinhöhlen-Parkplatzes. Auf der anderen Seite des Gewesterbaches befindet sich gegenüber des Höhleneingangs die Siedlung Hohenstein, die daher auch ihren Namen hat. Als ich das letzte Mal dort war, war der Höhleneingang neben der Straße mit einem Gitter verschlossen, und so wird es wohl immer noch sein.

    Meine Schwester (Jahrgang 1957) berichtete aber mal, sie hätte mit ihrer Grundschulklasse mal eine Wanderung dorthin gemacht und die Höhle besichtigt. Damals muss sie also noch offen gewesen sein. Aber was fasel ich, schau mal hier.

    Seltsam ist auch, wie der Odenwaldring eingezeichnet ist: Mit seinem tatsächlichen Verlauf hat das ja nur wenig zu tun. Danke für den Upload der Karte. Ich kannte sie, hatte sie aber nicht mehr.

    1. Und ich dachte, die Eberstadter Tropfsteinhöhle sei als erstes entdeckt worden, der Hohle Stein und die Kornäckerhöhle erst später…
      Das mit dem Odenwaldring hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass sich der Ring 1957 in Auflösung befand… 😉

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