Reise in die Ewigkeit

Reise in die Ewigkeit

Das Spiel „Reise in die Ewigkeit“ aus Oma Franziskas Nachlass hat auch in unseren Tagen noch seinen ganz besonderen Reiz, obwohl es aus den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts stammen könnte. Das typische Leiterspiel, bei dem man durch Würfel in den Himmel (Feld Nummer 100) kommen kann. Es verblüfft allerdings mit Absturzfeldern, wie z.B.  Feld 63 mit der Aufschrift „Trägheit auf 1“.

Leider konnte mir auch die Nachfolgefirma des ursprünglichen Herstellers „L. A. Brinckmann, Münster (Westf.), Prinzipalmarkt“, heute „Fahnen und Spiele Brinckmann“ die Frage nach dem Veröffentlichungsjahr nicht beantworten. Den Verdacht, dass es irgendwann um 1930 erschienen ist, bestätigt der Heimatverein Oberkochen in seinem Bericht 585.

P.S. vielen Dank für die prompte Rückmeldung auch an die Ludwig Brinckmann GmbH, die ich zuerst als Herausgeber in Verdacht hatte, da einer der früheren Firmeninhaber Ludwig August Brinckmann hieß.

P.P.S. Brinckmann scheint in Münster ein weit verbreiteter Familienname zu sein. Vielleicht verhält es sich da genauso wie mit den Mackerts und Müllers in Hettingen…?

Update – 01.04.2013: Eben rief Christina aus Aachen an und teilte mir lachend mit, dass sie heute mittag bei ihrer Mutter nach dem Spiel gesucht und es auch gefunden habe – und diesen Beitrag mittels Google. Ihr Spiel stamme von Opa Heinrich, der 1905 geboren worden war, und das Spiel könne somit noch älter sein als 1930. Das Lustige an dem Telefonat war aber, dass ich Christina, ihre ältere Schwester und ihre Eltern seit über 30 Jahren kenne…

10 Antworten auf “Reise in die Ewigkeit

  1. Ich habe da was gefunden (auf der Seite des Diözesanmuseums Freising):

    „Die Reise in die Ewigkeit –

    ein kurioses Brettspiel aus der Zeit um 1900
    in einer Neuauflage des Diözesanmuseums Freising.

    Das Brettspiel „Reise in die Ewigkeit“ wurde im frühen 20. Jahrhundert von Ludwig August Brinckmann erfunden. Es war eines der ersten Spiele, die er für sein 1902 gegründetes Spielwarengeschäft in Münster herstellen ließ. Das Spiel führte auf kindgerechte Weise an grundlegende Fragen christlicher Heilslehre heran: durch Tugenden muss das Himmelreich erlangt werden, Untugenden führen vom rechten Weg ab – doch über Himmel, Hölle oder Fegefeuer entscheiden allein die Würfel.

    Im katholischen Münsterland fand das Spiel guten Absatz und wurde
    erst Ende der 1960er Jahre aus dem Sortiment genommen. Die Produktion seines Brettspiels überließ Brinckmann verschiedenen Lizenznehmern: dem Spielwarenhersteller Hausser in der Zeit nach dem 1. Weltkrieg, der Spielwarenfabrik Franz Schmidt ab 1950. Auf dieser zweiten Auflage, die in überarbeiteter Form mit vereinfachter Dekoration gestaltet wurde, basiert die von uns produzierte Version. Das Originalspiel kam als Neuerwerbung 2012 aus einem Münchner Frauenkloster ins Diözesanmuseum Freising.“

  2. Brigitte Hoffmeister

    Ich habe das Spiel früher mit meinen Eltern gespielt, bin 72 Jahre alt. Ich glaube, dass es noch von meiner Mutter stammte. Heute ist es zweigeteilt, aber noch immer bespielbar.

    1. Hallo Frau Hoffmeister,

      steht bei Ihnen zufällig irgendwo eine Jahreszahl? Unsere Version ist – seit ich mich daran erinnern kann – schon immer zweigeteilt. 😉 Das Papier hat sich wahrscheinlich schon vor 40 oder mehr Jahren aufgelöst…

      Gruß
      Matthias

  3. Hallo!
    Ich habe das Spiel auch noch zu Hause. Auch meins ist zweigeteilt, wird aber immer noch regelmäßig gespielt.
    Leider steht keine Jahreszahl drauf, aber da meine Oma (geb. 1916) es als Kind auch schon gespielt hat, dürfte es schon recht alt sein.

    Gruß Christian

  4. Hallo, ich würde dieses Spiel gerne kaufen. Mein Vater hat mir kürzlich davon erzählt und war so begeistert davon! Das wäre das perfekte Geburtstagsgeschenk, aber leider war die Suche bis jetzt erfolglos. Kann mir jemand sagen, ob und wo man das Spiel kaufen könnte? Ich würde mich sehr freuen!!

    Liebe Grüße Pia 🙂

    1. Hallo Pia,

      ich habe das Brettspiel. Hast Du noch Interesse daran? Dann würde ich Dir mal ein Foto per E-Mail zukommen lassen.
      Viele Grüße aus Wallertheim
      Edi

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