Manche mussten gehen und wollten gar nicht. Andere hätten noch nicht gehen müssen, gingen aber freiwillig…
Unverständlich. Beides.
Für die die geblieben sind!
… ist wie es uns in den letzten Tagen vorkam in Frankreich nicht das große Problem. Die Autobahnen sind auf Grund der Maut – zumindest außerhalb von Paris eher leer.
Dafür müssen sich die Rettungskräfte, wenn sie auf die Autobahn müssen, durch die „Gares de péage“ quälen und warten bis alle vorne dran bezahlt haben und die Durchfahrt frei ist. Das kann an manchen Mautstationen etwas länger dauern. Macht aber scheinbar nicht viel, dann hat der Brand wenigstens Zeit sich zu entwickeln – zumindest war die schwarze Rauchsäule bei Rouen auch von der Autobahn aus gut sichtbar…
Eines muss man Ihnen lassen: parken können die Franzosen.
Da passt kein Blatt Papier mehr dazwischen! So quetscht der eine oder anderen seinen Smart dermaßen eng an einen Peugeot 107, dass man nur hoffen kann, dass beide Fahrer auch wieder ausparken können.
Gegen etwaige Parkrempler von hinten hat der Smart-Fahrer aber schon vorgesorgt und einfach mal zwei Alu-Rohre auf die Stoßstange gespaxt:
Paris macht so einiges richtig, manches aber auch nicht.
Wer in Paris Metro fahren will, muss an jeder Station mindestens einmal die Fahrkarte in einen Automaten stecken bevor er überhaupt Zutritt zur Metro-Station bekommt. An den meisten (an denen wir waren) auch nochmal beim Rausgehen. So spart man sich die Kontrolleure. Warum dann dennoch einige – nennen wir sie – Obdachlose an den Stationen ihren mehr oder weniger ansehnlich ihren Rausch ausgeschlafen haben, konnten wir leider nicht herausfinden. Aber die Live-Musikanten in den U-Bahnen müssen da ja auch irgendwie reinkommen…
Paris hat unglaublich viele Kamine…
Gefühlt hat jedes Haus pro Wohnung mindestens zwei Kamine – oder Wohnungen sind so winzig, dass man einfach soviele Kamine braucht:
Aber Paris hat noch mehr Kirchen…
Sacre Couer mit dem unglaublichen Blick über die Stadt:
Notre Dame mit den Wasserspeiern…
Allerdings ohne Quasimodo (auch vom rückwärtigen Spielplatz aus war er nicht zu sehen):
Massig Siegesdenkmäler und -säulen
Vermutlich gibt es für jeden franzöischen Sieg – und sei er noch so klein – irgend ein Denkmal:
Den Louvre
Für den man 9 Monate bräuchte, um sich jedes einzelne Kunstwerk anzuschauen…
Und so ’nen komischen, rostigen Turm, den ein gewisser Gustave Eiffel anlässlich der Weltausstellung erbaute und der 1889 eröffnet wurde):
Stellenweise muss man sich aber dennoch fragen, wie es im Freien dermaßen gottserbärmlich nach Urin stinken kann… 😉
… hat ein bisschen was von Adam Lambert – zumindest am Soldatenfriedhof und rund um die im vierten Jahrhundert erbaute Kathedrale „Notre Dame“:


Überall freilaufende Oberleitung, einfach verglaste Fenster, kaputte Fassaden, Tore und Türen. Und praktisch niemand auf den Straßen. Okay, Samstag Nachmittags sieht’s – was die Besucherzahlen angeht – in Buchen auch nicht unbedingt besser aus, aber die Stadt ist etwas besser hergerichtet.
Dafür wäre die Stadt vermutlich ein absoluter Renner bei Leuten, die auf der Suche nach „Lost places“ sind. Wenn man dann allerdings Richtung Innenstadt weitergeht, wird’s besser und das Siegesdenkmal der Schlacht um Verdun (Februar bis Dezember 1916) nimmt verdammt viel Raum ein…
Irgendwie hatte ich erwartet, dass Verdun etwas größer wäre, aber mit knapp 18.000 Einwohnern ist Verdun sogar kleiner als die große Kreisstadt Mosbach…
Eines vorne weg: wer nie Oliver Hassencamps Bücher über die Schule auf Burg Schreckenstein gelesen hat und zwischen 8 und 12 ist, wird seine wahre Freude an dem Film und ganz viel zu lachen haben – egal ob Junge oder Mädchen.
Aber der Reihe nach: wie auch in Oliver Hassencamps Buchreihe schicken die Eltern Stefan Breuer (Maurizio Magno) wegen schlechter Noten auf die Burgschule (hier Internat) Schreckenstein. Dort muss er sich gegenüber dem stärksten Schüler „Dampfwalze“ und der Schulgemeinschaft behaupten und beweisen, dass er ein echter Schreckensteiner sein kann.
Um den Beweis zu erbringen muss er einen Streich gegen das Mädcheninternat auf Schloss Rosenfels machen. Danach folgen weitere Streiche bis durch einen Streich ein Teil von Schloss Rosenfeld unbewohnbar wird und die Mädchen auf der Burg einziehen müssen. Nach anfänglicher Ablehnung schließen die Mädchen und die Jungs Freundschaft und verbünden sich gegen Frau Dr. Horn, die sich zwischenzeitlich in Graf Schreckenstein verguckt hat.
Soweit so gut. Das gibt es auch alles in den Büchern – wenn auch nicht ganz in der Reihenfolge/Schnelligkeit. Leider hat der Rest des Films relativ wenig mit den Büchern zu tun. So ist es auf der Burg mit „Allzeit fair und ehrlich“ nicht ganz so weit her und ich finde die Streiche nicht sonderlich lustig zumal auch jedes Mal etwas kaputt geht – ganz im Gegensatz zum Schreckensteiner Streichekodex, der besagt, dass bei Streichen nichts beschädigt werden darf, die Streiche lustig sein müssen und der Streich lustig sein muss.
Außerdem sind mir die Hauptdarsteller mit 11 Jahren einfach zu jung, um die Rollen aus den Büchern glaubhaft wieder geben zu können. Aber auf Grund ihrer Jugend hat man die Chance noch ein paar Fortsetzungen zu drehen. Vielleicht wird es ja im zweiten Teil, zu dem bereits die Dreharbeiten begonnen haben, besser…
Ich glaube, ich bleibe doch bei den Büchern!
… soll der Götz (Gottfried von Berlichingen) gesagt und damit den Grundstein für den schwäbischen Gruß „Leck mich am Arsch“ gelegt haben…
Ob er’s auf der Burg Hornberg, seiner späteren Todesstätte, gesagt hat oder woanders konnten wir heute leider nicht klären. Unumstritten bleibt aber seine Rolle im Bauernkrieg. Von Berlichingen wurde von den Bauern gezwungen, die Führung des „Odenwälder Haufens“ zu übernehmen. In der Buchener Kellerei haben sie ihn dann zu ihrem Anführer ernannt.
Schade, dass es es auf der Hornberg nur so wenige erläuternde Schilder zur Burg und nur nach Voranmeldung Führungen gibt. Dafür gleicht der Besuch – auf eigene Gefahr – irgendwie doch einer unvorsichtigen Begegnung mit einem Raubritter: Stück Käsekuchen 3,70 €, Eintritt (ohne Führung und fast ohne Beschilderung) 4,00 €/Erwachsener). Das bisschen Strom für die Beleuchtung des Skeletts kann so teuer eigentlich nicht sein und die baulichen Maßnahmen an der Ruine bessern das Bild nur mäßig.
Ist aber dennoch ganz nett, von oben auf den Neckar hinab zu schauen und die alten Treppen zu erklimmen. Vielleicht hätten wir – gegen Geld – noch einen gedruckten Burgführer mitnehmen sollen…? 😉
… dem Smart-Fahrer nicht mehr aus dem Gesicht gehen will, dann hat es der SLK 55 AMG Fahrer nicht geschafft, ihn zwischen Buchen und Hettigenbeuern abzuhängen.
Und wenn das Grinsen nach der Rückfahrt über Hornbach und Walldürn immer noch da ist, dann haben sich die über 63.000 € (Neuwagen-Grundpreis) für den AMG nicht wirklich rentiert. Der kleine Smart kann das auf unseren Landstraßen auch. Allerdings muss ich zugeben, dass der AMG besser klingt als der Smart. 😉
P.S. das war – glaube ich – übrigens eine Premiere heute: das erste Bild von mir auf meinem Blog. Außerdem habe ich festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist, sich mit der Frontkamera vom iPhone selbst zu fotografieren.