Gelesen: Sophia, der Tod und ich

Sophia, der Tod und ich

von Thees Uhlmann

Es klingelt. Vor der Tür steht jemand, der dem Erzähler ziemlich ähnlich sieht und sagt: „Ich bin der Tod und nehme Dich jetzt mit“. Wenn das passiert, hast Du noch gut drei Minuten zu leben. In Uhlmanns Roman entwickelt sich daraus eine stellenweise absurde, meist witzige Diskussion. So nimmt der Erzähler seine Ex-Freundin Sophia und den Tod mit in seine Lieblingskneipe und zu seiner Mutter.

Die Drei machen sich auf einen abenteuerlichen Road-Trip zur Mutter des Erzählers durch Eternit-verkleidete Vorstädte und versuchen seinen unehelichen Sohn zu finden. Zwischendurch kommen weitere Tode, die versuchen, den Tod unseres Erzählers auszuschalten. Dabei klären sie verschiedene Fragen wie z.B. ob der Tod auch mal pinkeln muss und ob der Tod eigentlich auch schläft…

Fazit: Irgendwie war das der erste Roman ohne „Kriminal“ davor, den ich seit Monaten – wenn nicht sogar Jahren – gelesen habe. Uhlmann hat es geschafft, in seinem Roman ein ernstes Thema witzig  zu verpacken. Alles in allem ein leicht zu lesender Roman mit Tiefgang und äußerst kurzweilig.

Bewertung: ⊕ ⊕ ⊕ ⊕ 1/2 (von 5 möglichen)

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Liebes Magazin für Computer-Technik

c't in neuem Layout?

Liebe c’t-Redaktion,

Euer Layout war ja noch nie wirklich der Bringer und ich muss gestehen, dass ich die c’t auch schon einige Wochen (vielleicht auch eher Monate) nicht mehr gekauft habe, aber Euer Titel „Messlatte MacBook?“ hatte mich überredet, mal wieder die c’t und nicht nur „Mac & i“ zu lesen.

Während die „Mac & i“ sich seit der letzten Ausgabe ein wenig Grafiker-näher gibt und das Layout optimiert hat, macht Ihr Rückschritte und verwendet jetzt als Headline-Schrift anstelle der „Myriad“ eine Schrift namens „Graphik“, die beinahe aussieht wie die „Arial Black“. Hat Eure Grafik-Abteilung wirklich nichts besseres gefunden…?

Selbstverständlich spielt es keine große Rolle, ob ich die Schrift hässlich finde, aber ein Kaufanreiz ist sie definitiv nicht. Vielleicht sollten Eure Grafiker nochmal drüber nachdenken…?

Viele Grüße
Matthias

P.S. ich bin sehr froh, dass die „Mac & i“ tatsächlich schöner wird und Eure Sonderhefte wie das Foto-Heft noch die alte Schrift haben…

Gewollte Assoziation…?

Senioren-Tagespflege - we serve Lionsclub Buchen

Ich finde die (Spendensammel-)Aktionen des Lionsclub Buchen (ACHTUNG! Nicht verwechseln mit dem Lionsclub Madonnenland!) ja eigentlich ganz toll.

Aber wenn auf einem Kleinbus einer Senioren-Tagespflege ein Aufkleber mit der Aufschrift „We serve Lions-Club Buchen“ (vereinfacht – und möglicherweise falsch – übersetzt: „wir bedienen den Lions-Club Buchen“) klebt, würde ich mir als Club-Mitglied Gedanken machen, ob ich wirklich schon so alt sein will…

Vom Aufkleber mit dem Hinweis auf körperlich beeinträchtige Personen ganz zu schweigen. 😉

Heisskalt – in Böblingen

Heisskalt in Böblingen

Nachtrag zum Muttertag 😉

Auch wenn Nane nicht so richtig begeistert war: Das Tour-Abschlusskonzert von Heisskalt fand nun mal am Muttertag im Böblinger Jugendhaus „Casa Nostra“ statt. Die „Post-Hardcore“-Band (laut Plattenlabel) veröffentlicht im Juni nach einer EP Ihren zweiten Longplayer und ließen sich von zwei Vorbands supporten.

Ich muss zugeben, dass man sich die zweite Vorband „This April scenery“ gerne hätte sparen können. Irgendwie haben die vier NRWler nicht den Nerv des Publikums getroffen. Dafür wurde die erste Vorband, „The hunting elephants„, vom Publikum gefeiert. Deren EP „Extraordinary“ durfte anschließend auch die Heimreise im Smart antreten.

Dann ging los! Etwas unpassend zum Namen „Heisskalt“ wolltes es im Casa Nostra aber absolut nicht kalt werden. Der laue Frühlingabend und die rund 250 Leute auf 100 qm machten jeglicher Kälte den Garaus. Dazu noch ein bisschen Rumgezappel und die 40° waren perfekt.

Auch wenn mich Jana zu dem Konzertbesuch erst überreden musste, muss ich sagen: ein genialer Abend mit neuen, ganz neuen und alten Liedern. Das neue Album „Vom Wissen und Wollen“ kann kommen!

Schnurgerade…

Der Limes-Wachtturm Lindig-Süd

… erstreckte sich der oberrätisch-germanische Limes zwischen Walldürn und Welzheim (bei Schwäbisch Gmünd). Das sind Luftlinie immerhin rund 80 km. Diese Tatsache hat man am Tag des Limes 2011 mit einer großangelegten Beleuchtungsaktion nachgewiesen.

Nachdem ich mich – trotz sieben Jahren Latein – nicht daran erinnern kann, jemals das Walldürner Römerbad oder dem Limes bei Walldürn aus der Nähe gesehen zu haben, haben wir heute die beiden Stellen bei Walldürn besucht.

Das Römerbad wirkt leider etwas heruntergekommen und der Rasen Löwenzahn gehörte dringend mal gemäht. Der Limeslehrpfad auf der Walldürner Heide ist dummerweise „falsch herum“ angelegt. Die interessanteren Teile kommen wohl erst im letzten Drittel. Der erste Teil des zwei Kilometer langen „Lehrpfads“ enthält außer ein paar Schildern mit viel Text nur die Grundmauern dieses Wachtturms. Irgendwie hatten wir alle keine Lust, den Rest auch noch zu gehen.

Merke: das nächste Mal vielleicht doch besser ins Römermuseum nach Osterburken. Da gibt’s auch noch einen Kaffee…

Schießwütige Städter

Jesus wurde von einem Fußballer aus Heidelberg erschossen

… haben, einer Tafel in der Schlierstadter Pfarrscheune zufolge, den obigen Metall-Korpus nach einem verlorenen Fußballspiel mit einer Pistole beschossen.

In den 1930er und 40er Jahren waren die Fußballrunden in den einzelnen Klassen wegen der wenigen Mannschaften wohl recht kurz. Daher versuchten die Vereine möglichst viele „Freundschaftsspiele“ abzuhalten und so spielte der SV Schlierstadt vor Beginn des zweiten Weltkriegs gegen Union Heidelberg und gewann. „Die schmachvolle Niederlage gegen einen kleinen Dorfverein muss die Profis aus der Stadt so getroffen haben, dass einer davon bei der Abreise völlig durchdrehte.“ So hat er über 1900 Jahre später Jesus einfach nochmal erschossen.

Der durchlöcherte Korpus wurde jahrzehntelang auf dem Dachboden des alten Rathauses in Schlierstadt aufbewahrt. Jetzt hängt er als Mahnung für alle, die Fußball etwas zu ernst nehmen, in der Pfarrscheune in Schlierstadt.

Was man nicht alles im Rahmen einer Konfirmationsfeier lernen kann… 😉

Wenn mir jetzt noch einer sagen könnte, warum das Wappen der Rüdt von Collenberg den Eberstadter Kirchenaltar ziert, wären alle heutigen Fragen geklärt. War’s eine Altar-Stiftung oder war die Trennung von Kirche und Politik im 16. Jahrhundert auch in Eberstadt nicht ganz so vollständig…? Die Ortswebseite klärt’s leider nicht…

Bombenstimmung beim Bäcker

Granatsplitter

… bleibt nur zu hoffen, dass die Granatsplitter nicht irgendwelche lebenswichtigen Organe treffen!

Ist ein Bäcker dagegen eigentlich versichtert? Und was wenn sich jemand daran verletzt? Sind die Rettungsdienste darauf vorbereitet? So ein Angriff mit Projektil kann ganz schön gefährlich enden. Schon Kapitän Haddock bei Tim und Struppi benutzte den Ausruf „Hagel und Granaten“ nicht von ungefähr als Fluch.

Was die Mini-Zwerge damit zu tun haben und was an Splittern von Granaten lecker sein soll, ist mir auch nicht ganz klar… 😉